Private Krankenversicherung Kosten

Erfahren Sie alles Wichtige über die Kosten der privaten Krankenversicherung, Beitragsanpassungen und Alterungsrückstellungen.

Was kostet eine private Krankenversicherung?

Die Beitragszahlungen in der privaten Krankenversicherung werden auf der Grundlage der Vorerkrankungen, des gewünschten Leistungsumfangs und der Höhe der Selbstbeteiligung berechnet. Gute Tarife für Angestellte gibt es schon für etwa 200 Euro, Selbstständige sollten mit ca. 300 Euro pro Monat rechnen. Wer sich für eine Selbstbeteiligung entscheidet, sollte die Höhe sorgfältig wählen, denn sie lässt sich im Alter nur schwer anpassen. Die monatlichen Kosten der PKV können durch die Streichung von Leistungen und einen entsprechenden Selbstbehalt reduziert werden.

Wie viel kostet eine Krankenversicherung im Monat?

Wir haben für Sie einige Beispiele aus dem aktuellen PKV-Vergleich zusammengestellt, damit Sie einen ersten Eindruck von den monatlichen Kosten der privaten Krankenvollversicherung bekommen. Zu sehen sind günstige Tarife für Angestellte, Beamte, Selbstständige und Studenten. Interessant zu sehen sind dabei auch die Beitragsunterschiede in Euro monatlich zwischen den einzelnen Berufsgruppen.

Wie werden die Kosten erstattet?

Als Privatpatient erhalten Sie eine Rechnung für die von Ihrem Arzt erbrachten Leistungen. Diese müssen Sie dann bei Ihrer Versicherungsgesellschaft einreichen, um die Kosten erstattet zu bekommen. Der Arzt räumt Ihnen in der Regel eine Frist von 10 bis 14 Tagen ein, um den Rechnungsbetrag zu bezahlen. Bei einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus können die Kosten für die Unterbringung oft direkt zwischen der betreffenden Klinik und der privaten Krankenkasse abgerechnet werden. Zu diesem Zweck erhalten Sie in der Regel eine Versicherungskarte von Ihrer Krankenversicherung. Die Kosten müssen Sie in diesem Fall nicht gesondert bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Beitragsanpassung: Beitragserhöhung oder Beitragssenkung?

Beitragsanpassungen bedeuten nicht zwangsläufig eine Beitragserhöhung. Wenn die Versicherungsnehmer in einem Tarif dauerhaft weniger Leistungen in Anspruch nehmen als angenommen, kann es auch zu einer Beitragssenkung kommen. Manche Versicherungen erstatten ihren Kunden die monatlichen Prämien, wenn diese innerhalb eines Vertragsjahres keine Rechnungen zur Kostenerstattung eingereicht haben. Diese speziellen Tarife sind vor allem für Personen interessant, die sich in einer guten gesundheitlichen Verfassung befinden.

Eine Beitragsanpassung in Form einer Beitragserhöhung ist in der privaten Krankenversicherung trotzdem mitunter notwendig. Die Beitragshöhe hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Das sind insbesondere die Kosten für medizinische Leistungen. Weil alle privaten Krankenversicherer gesetzlich dazu verpflichtet sind, diese Grundlagen jährlich zu überprüfen, werden die Beiträge bei entsprechendem Bedarf angepasst.

Was sind Alterungsrückstellungen?

Damit die private Krankenversicherung Kosten für Rentner stabil bleiben und nicht mit zunehmendem Alter erhöht werden müssen, gibt es in der PKV sogenannte Alterungsrückstellungen, die im Volksmund oft als Altersrückstellungen bezeichnet werden. Ihre Aufgabe ist es, frühzeitig dafür zu sorgen, dass der Beitrag auch mit zunehmendem Alter und höherer Inanspruchnahme von Leistungen gleich hoch bleibt. In jungen Jahren zahlt man also mehr, als man muss, um im Alter auf die gebildeten Reserven zurückgreifen zu können.

Mitnahme von Alterungsrückstellungen bei Tarifwechsel
Bei einem Tarifwechsel innerhalb eines Versicherungsunternehmens werden die Alterungsrückstellungen in vollem Umfang mit übertragen.

Alterungsrückstellungen bei Versicherungswechsel in Gefahr
Bei einem Versicherungswechsel kann die Alterungsrückstellung jedoch nur dann mitgenommen werden, wenn sie ihren Vertrag nach dem Stichtag 1. Januar 2009 abgeschlossen haben. In diesem Fall ist das vorherige Unternehmen verpflichtet, die angesammelten Alterungsrückstellungen in Höhe des Basistarifs zu übertragen.

Und wenn die PKV doch zu teuer wird?

Privat Versicherte haben einen Anspruch auf gleichartigen Versicherungsschutz innerhalb ihrer Versicherungsgesellschaft, um zum Beispiel in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Die Versicherer sind zudem verpflichtet, ihren Kunden die für sie günstigsten Tarife auf Anfrage zu nennen.


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