Private Krankenversicherung

Was ist der Basistarif PKV?

BedeutungWechselBeitrag Basistarif PKV

Was bedeutet Basistarif in der privaten Krankenversicherung?

Der Basistarif (PKV) ist ein sogenannter Sozialtarif und richtet sich sowohl an Versicherte mit vorübergehender Zahlungsunfähigkeit als auch an hilfebedürftige Personen im Sinne des Sozialrechts. Die Sozialtarife sollen den Versicherten ermöglichen, ihre Beiträge zu reduzierten Konditionen weiterhin leisten zu können.

Seit dem 1. Januar 2009 sind die privaten Krankenversicherungsunternehmen verpflichtet, einen Basistarif anzubieten. Die vertraglichen Leistungen müssen nach ihrer Art, ihrem Umfang und der Höhe mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vergleichbar sein. Außerdem ist ein Annahmezwang vorgesehen, was bedeutet, dass versicherungsberechtigte Personen nicht abgelehnt werden dürfen. Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse sind im Basistarif nicht zulässig.

Privat Versicherte, deren Vertrag nach dem 31. Dezember 2008 abgeschlossen wurde, können ohne Voraussetzungen in den Basistarif wechseln. Zudem sollen auch für beihilfeberechtigte Personen entsprechende Basistarife angeboten werden. Siehe auch: Versicherungsvertragsgesetz (VVG) § 193, Absatz 5.

Wer darf in den Basistarif der PKV wechseln?

Jede Person, die für die private Krankenversicherung qualifiziert ist, darf in den Basistarif wechseln, sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:

  • Eintritt in die PKV nach dem 31.12.2008
  • Versicherte Person ist über 55 Jahre alt
  • Bezug von gesetzlicher Rente oder Beamtenpension
  • Versicherungsbeitrag kann nachweislich nicht geleistet werden
  • Berechtigte Person ist nicht krankenversichert.

Was ist der aktuelle Höchstbeitrag im PKV Basistarif?

Der Höchstbeitrag im Basistarif der privaten Krankenversicherung orientiert sich strikt an dem entsprechenden Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser liegt aktuell (2022) bei 769 Euro pro Monat.

Gilt der Kontrahierungszwang auch für Basistarife?

Der sogenannte Kontrahierungszwang ist die gesetzlich vorgeschriebene Verpflichtung, ein Vertragsangebot anzunehmen. Für private Krankenversicherer besteht ein Kontrahierungszwang im Basistarif. Sie müssen Kinder von Versicherten bei der Geburt in einen Tarif aufnehmen, der dem des versicherten Elternteils ohne Ausschlüsse und Zuschläge entspricht (siehe: Kindernachversicherung).

Der Kontrahierungszwang bedeutet, dass ein Versicherer keine andere Wahl hat, als mit allen Antragstellern, die nach seinen Versicherungsbedingungen infrage kommen, Verträge abzuschließen, sofern sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Das bedeutet auch, dass der Versicherer keinen Antragsteller aus anderen als den gesetzlich zulässigen Gründen ablehnen darf.


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